Was sind meine Aufgaben als Community-Besitzer:in?

Deine Aufgaben als Community-Besitzer:in sind vielfältig, du nimmst mehrere Rollen ein.

Ein Communitybereich kann schnell aufgebaut sein, in weniger als einer Stunde. Man meldet sich bei einer Plattform wie Skool oder Communi* an, richtet alles ein und schwups, die ersten Mitglieder können kommen und der Rubel rollen.

Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es auch. Die Realität sieht anders aus (auch, wenn Social Media oft etwas anderes behauptet).

Tatsächlich ist die technische Einrichtung der Community der geringste Aufwand und als Community-Besitzer:in hat man gleich mehrere Rollen inne. Besonders am Anfang, wenn man noch alles alleine regelt.

Du bist Gastgeber:in und Moderator:in

Die Atmosphäre in deiner Community steht und fällt mit dir. Du heißt neue Mitglieder willkommen, gibst erste Orientierung, stößt Diskussionen an und beantwortest Fragen. Wenn deine Community noch klein ist und wenige Mitglieder hat, die sich erst einmal kennenlernen müssen, wird kaum eine Unterhaltung ohne dich zu Stande kommen. Oft kann es sich auch so anfühlen, als würdest du mit dir selbst reden. Das ist vollkommen normal, die Mitglieder müssen erst einmal warm werden. Und ein einziges aktives Mitglied kann ausreichen, um die Dynamik in der Gruppe anzustoßen und Leben reinzubringen. Ab dann wird alles etwas einfacher.

Du bist Mentor:in

Für deine Mitglieder bist du die Person, an die sich alle wenden. Dabei ist deine Aufgabe nicht, einfach jede Frage sofort zu beantworten, sondern aus ihnen Mehrwert für die anderen Mitglieder zu schaffen. Du bietest Hilfe zur Selbsthilfe, machst Mut, teilst dein Wissen und bist Ansprechperson. Gleichzeitig beziehst du alle mit ein und hilfst so nicht nur einer Person, sondern mehreren.

Du bist Systemmanager:in

Zu einer Community gehört immer auch die Technik im Backend, bei Plattformen etwas weniger als wenn du sie selbst hostest. Alles muss eingerichtet werden, getestet und optimiert. Und manchmal auch repariert und ersetzt werden. Dazu gehören auch die anderen Tools, die angebunden sind, wie Zahlungsanbieter und Newsletter-Tool. Diese Arbeit ist von außen nicht sichtbar, aber die Technik muss funktionieren, damit alles reibungslos und ohne Frust – bei dir und den Mitgliedern – läuft.

Du bist Strateg:in

Auch wenn du gerade erst startest, trägst du bereits die Verantwortung für deine Community und die Richtung, in die sie sich entwickeln wird. Du kennst die Zahlen und Ziele und entwirfst Strategien, wie du diese erreichen kannst. Danach beobachtest du was funktioniert und was nicht, schließt deine Schlüsse daraus und passt deine Strategie an. Diese Rolle wird mit der Zeit immer wichtiger und umfangreicher, darum solltest du deine Strategie von Anfang erarbeiten.

Du bist Marketing-Manager:in

Deine Community kann noch so toll aufgebaut und voller Mehrwert sein: Wenn niemand weiß, dass sie existiert, ist sie nichts wert.
Das Marketing nimmt neben der Leitung der Community die meiste Zeit und Energie in Anspruch. Du erstellst kostenfreien Content, der Noch-Nicht-Mitglieder auf dich aufmerksam macht und begleitest sie auf ihrer Kundenreise, bis sie in deine Community kommen. Blogartikel, Social Media, Videos, Podcasts, Newsletter,… es gibt viele Möglichkeiten, von denen du nicht alle nutzen musst. Aber du musst sichtbar werden, wenn du möchtest, dass deine Community nachhaltig wächst und du nicht nur investierst, sondern auch zurückbekommst.

Fazit

Zu Anfang bist du noch für alles selbst verantwortlich, mit dir steht und fällt deine Community. Später, wenn deine Community wächst, wird es aber leichter. Deine Mitglieder stoßen selbst Diskussionen an und beantworten Fragen. Manche übernehmen vielleicht sogar eine Moderator-Rolle. Du hast Vorlagen und Templates für deinen Social-Media-Content, den du nur noch abwandeln brauchst. Das Erstellen von Content geht dir immer leichter von der Hand und du hast vielleicht sogar Gastexpert:innen.

Deine Community wächst mit dir mit und du mit ihr. Wenn du dir die Zeit nimmst, von Anfang an vorausschauend zu planen, baust du dir langfristig eine nachhaltige Community auf, die nicht nur erfüllend ist, sondern auch „passives“ Einkommen generiert.

Tools, Technik, Online-Communities
Ich liebe es, digitale Tools auszuprobieren, Technik verständlich zu erklären und anderen Selbstständigen dabei zu helfen, sich eine erfolgreiche und erfüllende Online-Community aufzubauen.
Nach oben scrollen