Du steckst mitten in der Planung deiner Community, hast eine geniale Idee und deine Freunde & Familie sind ebenfalls vollkommen begeistert. Also beginnst du sofort damit, deine Community umzusetzen, Tools zu kaufen, Content zu produzieren und schließlich zu launchen. Du hast Stunden und Wochen damit verbracht, deine Idee umzusetzen, Geld und Zeit investiert.
Warum also interessiert sich niemand für deine Community?
Leider ist das ein typisches Szenario, das jeden betreffen kann. Man ist selbst so von seiner Idee überzeugt, dass man sich gar nicht vorstellen kann, dass es anderen nicht genau so geht. Und schließlich haben die, die uns nahe stehen, sie auch für super befunden.
Genau dort liegt die Krux: Unsere Freunde und Familie geben uns nur sehr selten das Feedback, das wir benötigen. Sie sind meistens auf unserer Seite, wollen, dass wir Erfolg haben und geben sich Mühe, uns nicht auf den Schlips zu treten. Dadurch wird das Feedback abgeschwächt und die wahren Gedanken beschönigt. Nicht aus Böswilligkeit, sondern weil du ihnen wichtig bist. Das hilft dir nur leider an diesem Punkt nicht weiter.
Darum ist die beste Möglichkeit, eine Idee zu überprüfen, immer die Rücksprache mit deiner Zielgruppe direkt. Auch, wenn du einmal selbst Mitglied deiner Zielgruppe gewesen bist, musst du diese Rücksprache halten. Nicht nur bist du nicht mehr wirklich in ihrer Situation, wir Menschen neigen auch zu Betriebsblindheit.
Neben einer klassichen Umfrage, möchte dich dir drei weitere geniale Möglichkeiten vorstellen, die noch einen Schritt weiter gehen.
Beta-Test durchführen
Anstatt gleich eine vollautomatisierte Plattform mit allem drum und dran aufzusetzen, kannst du eine Beta-Runde oder einen Pilit-Durchgang starten. Dabei geht es nicht darum, das fertige Produkt zu präsentieren, sondern Feedback einzuholen.
So kann das aussehen:
- Du bietest den Zugang zu deinen inhalten und deiner Betreuung für eine kleine Gruppe (z.B. 10 Personen) vergünstigt oder gegen ausführliches Feedback an.
- Anstatt einer komplexen Plattform nutzt du einfache, möglichst kostenfreie Tools, die du vielleicht eh schon nutzt. Das kann beispielsweise ein geschützter Bereich auf deiner Website oder eine exklusive Gruppe auf Facebook oder Whats App sein.
- Du kommunizierst von Anfang an ganz offen, dass es eine Beta-Runde ist. So erwarten deine Mitglieder kein fertiges Produkt und freuen sich sogar darüber, dass sie dich bei der Entwicklung unterstützen dürfen.
Auf diese Art nimmst du dir den Druck raus und merkst schnell, welche Inhalte wirklich funktionieren und wo Fragen offen bleiben. Außerdem hast du so von Anfang an Testimonials und Feedback, dass dir später enorm weiterhilft. Und du bekommst einen ersten Einblick in den Alltag als Community-Besitzerin.
MVP oder „Minimum Viable Product“
Ein eigener Community-Bereich ist ein langfristiges Commitment, sowohl für dich, als auch deine Mitglieder. Manchmal ist die Hürde für ein Abo zu Beginn zu hoch oder du möchtest erst einmal schauen, ob dein Content überhaupt ankommt.
Dein digitales Mini-Produkt kann dein perfektes Versuchskaninchen sein. Es handelt sich dabei um ein kleines, schnell erstellbares Produkt, das ein spezifisches Problem deiner Zielgruppe löst. Und zwar genau das Problem, worum es später in deiner Community gehen sol.
Das kann sein:
- Ein Workbook oder eine Checkliste
- Ein kurzer Workshop oder ein Micro-Kurs
- Eine sofort nutzbare Vorlage
Wenn deine Zielgruppe bereit ist, für dein MVP Geld zu bezahlen, ist das ein sehr starkes Indiz dafür, dass auch Interesse an deiner dauerhaften Begleitung besteht. Außerdem baust du dir so bereits deine Newsletterliste mit warmen Kontakten auf, die dich und deine Angebote bereits kennen.
Warteliste aufbauen
Vielleicht fängst du gerade erst an und fühlst dich noch nicht bereit für Produkte. Um trotzdem abtasten zu können, ob dein Thema auf Interesse stößt, ist eine Warteliste sehr wertvoll. Und du baust dir so deinen Newsletter auf, deinen vermutlich wichtigsten Marketing-Kanal!
Alles was du benötigst ist eine Landingpage, auf der du dein geplantes Angebot vorstellst und sowohl die Vorteile, als auch die Features beschreibst. Interessenten können sich auf deine Newsletter-Liste eintragen und werden dann regelmäßig von dir über neue Entwicklungen informiert.
Melden sich nur zwei Leute an, obwohl du überall von der Warteliste erzählt und sie beworben hast, weißt du, dass du an deiner IDee und Positionierung noch etwas feilen musst. Melden sich viele an, gibt dir das die nötige Sicherheit und Motivation für die technische Umsetzung.
Fazit: Starte unperfekt
Du musst nicht von Anfang an das perfekte System für 500 Mitglieder fertig gebaut haben. Es ist völlig okay, erst einmal klein zu starten und es später weiter auszubauen. Deine Membership entwickelt sich stetig weiter.
Wichtig ist, dass du dir bereits bei der Planung die Zeit nimmst, in den Dialog zu gehen und deine Idee zu testen. So bekommst du ein Gefühl für deine zukünftigen Mitglieder und schaffst die Basis, auf der du später aufbauen kannst.
Und wenn du Hilfe bei der Auswahl der zu dir und deinem Business passenden Technik benötigst, melde dich einfach.
